أيلول/سبتمبر 05, 2026

Bericht des Menschenrechtsseminars über „Menschenrechtsverletzungen in Ahwaz und die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft“

 Der Ahwasischer Verein für Menschenrechte e.V. veranstaltete gestern in der niederländischen Stadt Utrecht ein Menschenrechtsseminar unter dem Titel „Menschenrechtsverletzungen in Ahwaz und die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft“. An der Veranstaltung nahmen mehrere eingeladene Menschenrechts- und humanitäre Organisationen teil, darunter das Ahwazische Gefangenennetzwerk, das Ahwazische Menschenrechtszentrum, das Ahwazische Menschenrechtsnetzwerk, die Organisation für Menschenrechte (AHRO), die Menschenrechtsorganisation Südaserbaidschans sowie zahlreiche Aktivisten, Akademiker und Vertreter zivilgesellschaftlicher und kultureller Institutionen wie die Al-Shorouq-Kulturstiftung und die Bilad-Kulturstiftung.

Das Seminar begann um 14:30 Uhr mit einer Begrüßungsrede von Herrn Saad Al-Kaabi, Mitglied der Ahwasischen Menschenrechtsorganisation. Er hieß die Anwesenden willkommen und betonte die Wichtigkeit, die gegen das Ahwazische Volk begangenen Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und sie auf internationaler Ebene sichtbar zu machen. Anschließend stellte die Ahwasische Menschenrechtsorganisation ihren Bericht über die Umweltzerstörung in Ahwaz vor, der Flussverschmutzung, die Degradation landwirtschaftlicher Flächen, Desertifikation, Luftverschmutzung und klimatische Veränderungen aufgrund staatlicher Projekte und Politiken behandelte. Herr Nasser Kazem erläuterte die wichtigsten Inhalte des Berichts und betonte, dass diese systematischen Praktiken gemäß internationalem Recht den Tatbestand des Völkermords erfüllen, da sie das Leben und die Existenz der indigenen Bevölkerung bedrohen.

Danach präsentierte Dr. Hussein Al-Hazbawi eine umfassende wissenschaftliche Analyse zu den gesundheitlichen Folgen der Umweltzerstörung und wies auf die zunehmende Verbreitung von Atemwegserkrankungen, Krebs und die Verschlechterung der allgemeinen Gesundheit hin. Im Anschluss sprach die Menschenrechtsorganisation Südaserbaidschans. Herr Harai Fathipour erklärte, dass die iranischen Behörden eine systematische Unterdrückung gegen die Bevölkerung Südaserbaidschans ausüben, einschließlich der Zerstörung wirtschaftlicher Strukturen und der Verweigerung grundlegender Rechte. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, eine entschiedene Haltung gegenüber diesen Verstößen einzunehmen, und bekräftigte die Solidarität mit dem arabisch-ahwasischen Volk, das ähnlichen Maßnahmen ausgesetzt ist.

Danach folgte der Beitrag des Ahwasischen Menschenrechtszentrums, das die Bedeutung der fortgesetzten Aufdeckung von Verstößen und deren Weiterleitung an internationale Gremien hervorhob. Die Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen sei eine rechtliche und moralische Pflicht, die nicht vernachlässigt werden dürfe.

Im zweiten Teil des Seminars hielt das Ahwasische Gefangenennetzwerk den ersten Vortrag, präsentiert von der Menschenrechtsaktivistin Riham Al-Qasim. Sie berichtete über die Situation der Ahwasischen Gefangenen, die Folter, erzwungene Geständnisse und unfairen Urteile nicht unabhängiger Gerichte ausgesetzt sind. Sie betonte die Notwendigkeit, politische Gefangene zu schützen und ihre gesetzlichen Rechte zu gewährleisten. Anschließend sprach der Akademiker Prof. Jawad Al-Heidari über die Verantwortung des Völkerrechts gegenüber den in Ahwaz begangenen Verstößen und hob hervor, dass die internationale Gemeinschaft über rechtliche Instrumente verfügt, die aktiviert werden müssen, um Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.

Danach sprach das Ahwasische Menschenrechtsnetzwerk und konzentrierte sich auf die Politik der demografischen Veränderung in Ahwaz, einschließlich der Vertreibung der indigenen Bevölkerung, Landenteignung und Ansiedlung neuer Bevölkerungsgruppen. Diese Maßnahmen zielten darauf ab, die nationale Identität der Ahwasier auszulöschen. Die Menschenrechtsorganisation AHRO betonte ebenfalls die Bedeutung der fortgesetzten Menschenrechtsarbeit auf internationaler Ebene und die Notwendigkeit, die begangenen Verstöße zu dokumentieren und publik zu machen sowie die Zusammenarbeit zwischen Ahwasischen Menschenrechtsinstitutionen zu stärken.

Am Ende der Beiträge sprach Herr Ali Al-Sari, Verantwortlicher der Bilad-Kulturstiftung, über die Gefahren des kulturellen Angriffs, der auf die Identität der Ahwasier abzielt. Er warnte vor systematischen Maßnahmen, die darauf abzielen, das nationale Bewusstsein sowie die kulturelle und sprachliche Existenz der Ahwasier zu beseitigen.

Die Al-Shorouq-Kulturstiftung übernahm von Beginn an die Medienberichterstattung der Veranstaltung. Ihr Vorsitzender, Herr Ali Al-Tarfi, dokumentierte den Ablauf des Seminars professionell, was zur Verbreitung der Botschaften und zur starken Präsenz des Seminars in den Medien und sozialen Netzwerken beitrug.

Das Seminar endete mit einer Reihe gemeinsamer Empfehlungen der teilnehmenden Institutionen, insbesondere der Notwendigkeit, die unabhängige Menschenrechtsarbeit fortzusetzen, Dokumentationsmechanismen weiterzuentwickeln, Dossiers für die Vereinten Nationen und internationale Organisationen vorzubereiten und regelmäßige Veranstaltungen zu organisieren, um das globale Bewusstsein für die Ahwaz-Frage zu stärken. Die Ahwasische Menschenrechtsorganisation dankte zudem allen Institutionen und Aktivisten, die durch ihre Teilnahme zum Erfolg und zur Bereicherung des Seminars beigetragen haben.

Ahwasischer Verein für Menschenrechte e.V.

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